Die ukrainische Bevölkerung und ihr Präsident Wolodymyr Selenskyj sind nicht zu beneiden. Der Überfall der Russen auf sein Land und der Krieg, der seither in diesem Staat tobt, ist eine Katastrophe.

Dass dieser Krieg in der Öffentlichkeit nicht vergessen geht, dafür sorgt Selenskyj. Der ukrainische Präsident ist jeden Tag mit einer Videobotschaft im Westen Europas präsent. Da kann man ob der eigenen Bedeutung schon auch den Boden unter den Füssen verlieren.

Wie er seit Wochen versucht, die westlichen Staaten in diesen Konflikt zu involvieren, ist nämlich politisch gesehen schon fast grobfahrlässig. Er macht ständig Stimmung dafür, dass sich die Nato und der Westen militärisch einmischen, und beschwört damit gewissermassen den 3. Weltkrieg herauf, zur Rettung seines Heimatlandes.

Zwischendurch gibt er aber auch Regieanweisung an Schweizer Unternehmen, wie sie sich zu verhalten haben. So kritisierte er unlängst das Unternehmen Nestlé, weil dieses weiterhin in Russland Präsenz markiert. Was fällt Selenskyj ein?

Die Schweiz hat ihre bisherige Neutralitätspolitik fallen gelassen und trägt die EU-Sanktionen gegen Russland mit. Sie nimmt Tausende von Flüchtlingen aus der Ukraine auf, das kostet unser Land Milliarden.

Wie wäre es einmal mit einem Dankeschön, Herr Selenskyj?