Es war vor einigen Tagen, als die Corona-Fallzahlen hochschossen. Die Zürcher Regierungsrätin und Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli plädierte für eine Verlängerung der Maskenpflicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Sie wollte damit den Spitälern Mehrarbeit wegen Corona-Patienten ersparen. Das Unispital hat denn auch gegenüber Medien bestätigt, dass ihm die «unkontrollierte Aktivität» des Coronavirus in der Bevölkerung einen grösseren Arbeitsaufwand beschert.

Ein paar Tage später konnte man in den Medien lesen, dass das gleiche Krankenhaus sich bereit erklärt hat, freiwillig bis zu hundert Kriegsverletzte aus dem Ukraine-Konflikt aufzunehmen. Plötzlich war nicht mehr von Mehraufwand und Zusatzbelastung die Rede.

Sind denn diese Kriegsverletzten allesamt immun gegen das Covid-19-Virus?

Die Spital-Leitung erklärte die Aufnahme der Kriegsverletzten mit der humanitären Tradition des Unispitals. Aber man fragt sich doch auch, ob dieser Edelmut nicht darauf gründet, dass das Aufpäppeln der Kriegsversehrten von der öffentlichen Hand übernommen wird.

Oder wer bezahlt sonst die Spital-Rechnung?