Es ist unüblich, dass sich Journalisten Kränzchen winden. Ich habe mich nie an dieses ungeschriebene Gesetz gehalten. Vor allem dann nicht, wenn Akklamation verdient ist. Im Journalismus bezieht Lob seinen Wert ausschliesslich aus der Seltenheit.
Als freier Mitarbeiter darf ich das: Ich gestatte mir eine Respektsbekundung gegenüber unserem Kollegen Kurt Pelda. Der Weltwoche-Reporter gehört zu den letzten mutigen Journalisten, die unter schwierigen Umständen und Bedingungen aus Kiew berichten. Dies, während sich die Stadt auf das Schlimmste vorbereitet.
Seine Berichte auf Weltwoche.ch und in der WW-Printausgabe sind aufschlussreich. Kompetent. Und eindrücklich.
Seit zwei Tagen wird Reporter Pelda auch von der ARD («Brennpunkt») zugeschaltet. Und von den Regionalsendern der CH Media («Talk täglich»).
SRF setzte am Mittwoch in der Sondersendung lieber auf eine freie deutsche Journalistin, welche die ukrainische Hauptstadt längst verlassen hat.
Kurt Pelda berichtet auch im Fernsehen sachlich. Er dramatisiert nicht. Und er stellt sich nie in den Mittelpunkt, wie sich die Schweizer Zuschauer das von SRF-Korrespondentin Luzia Tschirky gewohnt waren.
Pelda ist ein erfahrener Kriegsreporter. Als knapp Zwanzigjähriger berichtete er erstmals aus einem Kriegsgebiet in Afghanistan. Seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien reiste der Basler auch an umkämpfte Zonen und Brennpunkte, wo Rebellen gegen die Assad-Regierung und Kurden gegen die Terrororganisation des Islamischen Staats kämpften.
Die meisten Artikel des preisgekrönten Journalisten erschienen in der Weltwoche.