Beat Feuz katapultierte sich mit seinem Sieg endgültig in die Ski-Olymp. Der Berner gehört mit seinem Sieg an den Spielen in China zu den erfolgreichsten Schweizer Sportlern aller Zeiten.

Sportministerin Viola Amherd gratulierte dem Skiass via soziale Medien. Die Walliserin war bekanntermassen nicht vor Ort. Aus Angst vor Covid-19 oder aus Angst, sich politisch die Finger zu verbrennen, oder gleich aus beiden Gründen, reiste die Mitte-Bundesrätin nicht ins Reich der Mitte.

Dumm, wenn die Schweizer Athleten in den nächsten Tagen in Fernost von Medaille zu Medaille eilen würden und die vorsichtige Bundesrätin diese Aufritte bloss am TV verfolgen könnte. Fast muss sie darauf hoffen, dass die Sportlerinnen und Sportler nicht zu erfolgreich sind, damit ihre Absenz weniger ins Gewicht fällt.

Dass kein einziger Regierungsvertreter der Schweiz in Peking anwesend ist, stellt für die Exekutive kein Ruhmesblatt dar. Die 167 Schweizer Athletinnen und Athleten hätten die Geste verdient.

Gespannt dürfen wir sein, was im Dezember bei der Fussball-WM passiert. Gut möglich, dass sich dann auch kein Magistrat getraut, die Schweizer Spieler in Katar anzufeuern. Eine Ausrede dürfte dann aber wohl immerhin wegfallen: das Corona-Virus.