Nach der Pressekonferenz von Bundespräsident Ignazio Cassis (FDP) und Gesundheitsminister Alain Berset (SP) gingen fast Jubelschreie durch den Blätterwald.

Zurück zur Normalität, verkündet die NZZ, jetzt geht’s schnell oder ganz schnell, schrieb der Blick. Tele Züri berichtete über Ignazio Cassis und die bella giornata (schöner Tag). Was ist denn schön daran, dass uns der Bundesrat weitere vierzehn Tage auf die Folter spannt?

Konkret beschlossen wurde nur, dass Personen, die Kontakt mit Infizierten hatten, nicht mehr in Quarantäne müssen. Für alle, die positiv auf Corona gestestet wurden, gilt weiterhin «Isolationshaft». Ausserdem hat man die Homeoffice-Pflicht in eine Homeoffice-Empfehlung umgewandelt. Das war’s.

Das unsägliche Corona-Apartheid-Regime, das alle Ungeimpften vom gesellschaftlichen Leben ausschliesst und fast einen Drittel der Bevölkerung betrifft, bleibt weiterhin in Kraft. Ob diese Zwangsmassnahme am 16. Februar aufgehoben wird, ist noch nicht gesagt.

Vergangenen Sommer ging man auch davon aus, dass auf den Herbst hin die Normalisierungsphase eingeläutet wird. Berset hatte dies versprochen.

Dann wurde er wortbrüchig und verschärfte die Massnahmen.

Für Jubelfeiern ist es also noch zu früh.