Was ist nur mit Wladimir Putin los? Langsam wächst die Ungeduld: Wann marschiert er denn nun endlich in der Ukraine ein?

Glaubt man dem westlichen, zumal angelsächsischen Narrativ, kann’s nun jeden Augenblick losgehen.

Da gibt es angeblich schon ein Video, mit dem ein ukrainischer Angriff vorgetäuscht werden soll. So wie der Überfall auf den Sender Gleiwitz, mit dem der Zweite Weltkrieg begann.

Ausserdem drängt die Zeit. Sobald es wärmer wird, tauen Eis und Schnee, und Putins Panzer bleiben im Morast stecken.

Worauf wartet er denn noch?

Kurz gesagt: Auf ein vernünftiges Gesprächsangebot der Nato und der USA.

Russland hatte nie einen Angriff vor. Für eine Invasion und Besetzung der Ukraine reichen die rund 100.000 Mann auch gar nicht aus.

Ziel war es einzig und allein, endlich die Aufmerksamkeit des Westens für die eigenen Sicherheitsbedürfnisse zu wecken. Das ist erreicht. Jenseits der martialischen Rhetorik wird verhandelt.

Putin ist kein Spieler, höchstens ein Schachspieler, der mehrere Züge im Voraus denkt.

Die Frage ist: Welches Spiel spielt der Westen?