Jetzt jubeln alle, wie sehr die Russland-Sanktionen die miesen Oligarchen treffen. Ihre Jachten bleiben vor Anker liegen, ihre Privatjets sind gegroundet. Recht geschieht es ihnen, spricht der neidische Volkszorn.

Was übersehen wird: Oligarchen haben Möglichkeiten, die Strafmassnahmen abzumildern oder zu umgehen. Wirklich hart getroffen sind einfache Bürger – auch in der Schweiz, in Deutschland und anderswo in Europa.

Die Rede ist von Hunderten, vielleicht über tausend russischen und weissrussischen Camion-Chauffeuren, die auf Rastplätzen gestrandet sind. Sie harren aus in ihren Fahrerkabinen – frierend und hungrig, da auch ihre Kreditkarten gesperrt sind.

Nach Hause fahren können sie nicht, denn ihre Tankkarten, mit denen sie Benzin kaufen konnten, funktionieren ebenfalls nicht mehr.

Es ist nicht bekannt, inwieweit sich Russlands Botschaften um diese Landsleute kümmern können. Aber jeder, der bei Tanken oder Rast einen Laster aus Russland sieht, kann einen praktischen Solidaritätsbeitrag leisten: mit einem Lunch-Paket oder einer Geldspende.