Das Finanzdepartement schätzt aktuell, dass die Schweiz 2021 wegen der Corona-Pandemie Aufwendungen von rund 16,6 Milliarden Franken hatte. Das Jahr zuvor tätigte der Bund weitere 15 Milliarden Ausgaben.

Angesichts dieser astronomischen Kosten reagiert Ueli Maurer mit einer passenden Weihnachtskarte. Der Säckelmeister betätigt eine Schneefräse, die dafür sorgen soll, dass der Schnee- oder eben der Schuldenberg beseitigt wird.

Tatsächlich geht dieser Aspekt in den letzten Monaten völlig vergessen. Die Schweiz und alle anderen Länder verschulden sich in einem bisher ungekannten Ausmass, um – so die Begründung der offiziellen Stellen – die Situation unter Kontrolle zu halten.

Ob das Geld sinnvoll investiert worden ist, wird man später wirklich beurteilen können. Im Moment scheint Normalität und Kontrolle so weit entfernt wie schon lange nicht mehr – allen milliardenschweren Staatsgeldern zum Trotz.

Sicher ist nur eines: Irgendjemand muss die Zeche eines Tages bezahlen. Und das wird leider nicht so einfach gehen wie auf der Karte des SVP-Ministers.

Liebe Leserin, lieber Leser: Wie schon bei Alain Berset werden wir auch aus Ueli Maurers Weihnachtskarte nicht schlau. Was wir glauben zu erkennen: Der Bundesrat fräst mit tatkräftiger Unterstützung von Mitarbeitern (dem Schweizer Volk?) den Schuldenberg weg, in der Fräse verwandeln sich die Schulden in Geld, das auf einen Haufen (die Staatskasse?) geblasen wird. Aber seit wann führen getilgte Schulden zu einem prall gefüllten Säckel? Und wieso kreisen zwei Geier über der Szene? Helfen Sie uns bei der Interpretation!