Am Mittwoch musste das Parlament mehrere Bundesverwaltungs-Richterinnen wählen. Dabei kam es zu einem kleinen, aber entlarvenden Intermezzo mit der Basler Grünen Sibel Arslan. Sie stellte den Antrag, man solle eine der bestausgewiesenen Kandidatinnen nicht wählen.

Dies, weil sie ein SVP-Parteibüchlein besitze und ihre Wahl zu einer Übervertretung der SVP in den Asylabteilungen des Bundesverwaltungsgerichtes führen würde, so Arslan.

Die Basler Super-Feministin rät zur Nichtwahl einer Frau?

Normalerweise sitzt sie in der ersten Reihe, wenn es um Frauenrechte und Frauenquoten geht. Steht aber eine SVP-Frau zur Wahl, lässt sie plötzlich ihre Prinzipien fallen.

Wahrscheinlich hat die Baslerin selber auch gemerkt, wie komplett neben den Schuhen sie mit ihrem Antrag stand.

Scheinheilig gab sie nämlich zu verstehen, dieser richte sich bestimmt nicht gegen die Kandidatin. Es gehe nur um die massive Übervertretung der SVP in den Asylabteilungen.

Dabei sind die Grünen in den Asylabteilungen des Bundesverwaltungsgerichtes selber auch übervertreten. Als im letzten Herbst diese Überrepräsentation durch die Wahl einer weiteren Grünen in diese Kammern noch verstärkt wurde, hat man von Sibel Arslan nichts vernommen.

Schlimmer noch: Die Grünen wollten jetzt noch einen weiteren Gefolgsmann in dieses Gremium hieven.

Kein Wunder, schmetterte das Parlament ihren Antrag hochkant ab.