Bei der Lektüre von Parteiprogrammen geht einem kaum das Herz auf. Nur bei grüner Klimapolitik glaubt man sie fast zu hören – die lieblichen Klarinetten zum Auftakt von Beethovens «Pastorale».

Die Sonne scheint, ein Windchen fächelt, die Plünderung des geplagten Planeten hat ein Ende. Ein Idyll.

Schön wär’s.

Tatsächlich stoppt grüne Politik nicht den Raubbau an den Ressourcen, sie verschlimmert und beschleunigt ihn.

Dies ergab eine Studie des französischen Forschungsinstitutes IFPEN. Würde das 2-Grad-Ziel eingehalten, gingen der Welt flugs die Rohstoffe aus.

Binnen dreissig Jahren wären 60 Prozent des Nickels, 80 Prozent des Kobalts, 85 Prozent des Bauxits und fast alle Kupfervorkommen aufgebracht.

Die Warnungen der Forscher sind wohl in den Wind gesprochen. Stattdessen weiter Volldampf voraus in die Deindustrialisierung.

So romantisch wie bei Beethoven wird diese schöne neue Welt nicht. Aber gab es nicht noch ein anderes Vorbild?

Ach ja. Die Roten Khmer mit ihrem Steinzeit-Kommunismus.