Es vergeht inzwischen fast kein Tag, an dem uns Bundesrätin Simonetta Sommaruga (SP) nicht einredet, wir müssten Öl und Gas so schnell wie möglich durch erneuerbare Energien ersetzen. Besonders der Ausbau der Sonnenstrom-Kapazitäten liegt ihr am Herzen. In den Medien schwärmte sie, wie der Zubau von Solar-Energie seit Beginn des Jahres boome.

Das Skurille dabei ist, dass Parteikollegen Sommarugas wie der Burgdorfer Stadtpräsident laut Berner Zeitung die Installation von Sonnen-Panels auf dem 20.000 Quadratmeter grossen Dach eines geplanten Logistikzentrums der Armee verhindern wollen. Offenbar hat man auf dem Dach lieber eine Grünanlage. Das letzte Wort ist aber offenbar noch nicht gesprochen.

Dieses fast an Schizophrenie grenzende Verhalten konnte man offenbar bisher vor allem bei den Grünen beobachten. Deren Mandatsträger fordern ebenfalls ständig ein Wegkommen von den fossilen Energien Öl und Gas. Wenn es dann konkret zur Sache geht, also um den Bau von Wasserkraft-Projekten oder Windparks, legen sich die den Ökologen nahestehende Umwelt-, Landschaft- und Heimatverbände quer.

Es ist eben die eine Sache, die Energiewende auf dem Papier hochzujubeln, aber eine ganz andere, diese dann auch umzusetzen.