Wer berufshalber viel Zeit vor der Glotze zu verbringen hat, muss übergenug aushalten können.

In «Talk täglich» der CH-Media-Regionalsender war am Montag einmal mehr Ronja Jansen zu Gast. Gegenpart: SVP-Nationalrat Christian Imark.

Thema der inhaltsschwachen Sendung: Der Schweizer Import von Gas aus Russland.

Die Juso-Präsidentin will endlich ein klares Zeichen an Putin schicken. Jansen wiederholte sich: «Die SVP ist ein Bremsklotz und blockiert alles.» Die Gendertante warf Imark darüber hinaus vor: «Ihr hängt zu fest am Rockzipfel von Oligarch*innen wie Christoph Blocher!»

Herrje. Die Superlinke benutzt seit langem jede denkbare Möglichkeit, dem Alt-Bundesrat ans Bein zu pinkeln. Das wirkt so, wie wenn ein Zwergpinscher-Welpe sein Hinterbein an die 500 Jahre alte Eiche Angel Oak in Johns Island heben würde.

Achtung, Ironie: Ronja Jansen ist in diesen Zeiten zweifelsohne die wichtigste Fachperson, die vor den TV-Kameras etwas Kluges zum Krieg und über die Sanktionen zu sagen hat. Das Regionalfernsehen hat es offensichtlich nicht geschafft, eine einigermassen ernstzunehmende Linke für seine Fragen zu gewinnen. Jansen ist ein Thema für sich.

Nicht verstehen kann ich, dass gestandene bürgerliche Parlamentarier immer wieder bereit sind, im Feierabendverkehr von Bern oder weit vom Land nach Zürich in ein TV-Studio zu fahren, um sich von einer respektlosen Jungpolitikerin anpöbeln zu lassen.