Es bedurfte wieder einmal einer klarsichtigen AfD-Abgeordneten unter der gegen die Wirklichkeit abgedichteten Glashaube des Bundestags, das Hohelied der Schöpfung zu singen.

Beatrix von Storch erkannte, dass die verkleidete Frau Tessa Ganserer ein Kerl ist. Worauf Heulen und Wehklagen begann unter den Parlamentariern über die «Menschenfeindlichkeit» dieser Aussage, wo sie sich doch parteiübergreifend auf Wahrheitsfeindlichkeit geeinigt hatten und darauf, diesen Markus, der sich auf einen Parlaments-Sitz in seiner behaupteten Eigenschaft als Frau schlawinert hatte, als Frau in ihrer Mitte zu begrüssen, und natürlich schlawinerte die Hauptstadt-Presse im Gleichschritt mit.

Dabei werden sich doch seine Eltern über den gesunden Bub wie verrückt gefreut haben bei der Geburt. Diese ist sowieso ein Abenteuer für jeden, der hinzukommt, wie Chesterton es einst beschrieben hatte: «Vater und Mutter liegen auf der Lauer und fallen über uns her wie Räuber aus dem Gebüsch. Der Onkel ist eine Überraschung. Die Tante kommt wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Wenn wir mit der Geburt in die Familie eintreten, betreten wir eine Welt, die unberechenbar ist, eine Welt, die ihre eigenen befremdlichen Gesetze hat …»

Einige davon sind mittlerweile so befremdlich, wie es sich auch unser grosser Kollege Gilbert K. Chesterton nicht hätte träumen lassen: Er, der fat man, der grosse Trinker vor dem Herrn, hätte über seinem Bier ein Kreuz geschlagen und in seinem Lieblingspub in der Fleet Street unter grossem Gejohle und Gelächter eine Lokalrunde nach der anderen ausgerufen.

Man nannte ihn den «Apostel des gesunden Menschenverstandes», und der wird in unserer Branche schmerzlich vermisst.