Für sein Versprechen, dem abgewrackten deutschen Militär ein «Sondervermögen» von 100 Milliarden zu geben, liess sich Bundeskanzler Olaf Scholz mit Standing Ovations im Bundestag feiern.

Das klang mutig. Das klang stark. Das verwandelte offenbar jeden Abgeordneten in einen kleinen Frontkämpfer.

Aber auch wenn Scholz 200 Milliarden in die Landesverteidigung pumpen würde – Heldentum produziert er damit nicht.

Jahrelang war die politische Klasse damit beschäftigt, das Wort «Nation» zu umgehen. Die Vokabel «Vaterland» fand Grünen-Chef Robert Habeck «stets zum Kotzen». Kanzlerin Merkel riss ihrem Generalsekretär einen Deutschland-Wimpel aus der Hand. Deutschland hatte sich der Weltbürgerei verschrieben.

Allerdings: Für wen oder was sollten junge Rekruten ihr Leben riskieren? Für Regenbogen, One World und Toiletten fürs dritte Geschlecht?

Als Stalin seine Rote Armee gegen den deutschen Überfall in die Schlacht warf, tat er das nicht für die sozialistische Internationale. Er mobilisierte für den «Grossen Vaterländischen Krieg».

Sollten wir es gar erleben, dass ausgerechnet diese rot-grüne Regierung ihren Soldaten nicht nur Geld, sondern auch ein Gefühl von Vaterlandsliebe geben wird?

Den Atem würde ich nicht anhalten.