In den letzten Tagen konnte man beobachten, wie SP-Co-Präsident Cédric Wermuth und der Präsident der Grünen, Balthasar Glättli, eine neue Harmonie zelebrieren.

Gemeinsam will man eine Klimainitiative lancieren. Für die bevorstehenden Wahlen beschloss man einen Nichtangriffspakt. Wenn bei den Bundesratswahlen 2023 die Wahl eines grünen Kandidaten auf Kosten eines SP-Sitzes gehen sollte, wollen die Grünen verzichten.

Diese Einigkeit ist nicht unproblematisch. Denn da fragt man sich doch langsam, aber sicher, wodurch sich SP und Grüne überhaupt noch unterscheiden – ausser dass die Genossen zwei Bundesräte stellen und die Ökologen bisher keinen.

Der ungeniessbare rot-grüne Einheitsbrei: keine Ölheizungen mehr, offene Grenzen für Migranten aus aller Welt, Tempo 30 für Autos, noch ehrgeizigere Klimaschutzziele, die keinen Deut daran ändern, wie sich das Weltklima entwickelt – eigentlich könnten SP und Grüne sofort und problemlos fusionieren.

Also egal, welches Thema man hervorzupft, die zwei Parteien vertreten meistens die haargenau gleichen Positionen. Letztendlich ist es also völlig einerlei, ob man die einen oder die anderen wählt, am Ende kommt es auf das Gleiche heraus, besonders seit Glättli bei den Grünen den Tarif durchgibt.

Blöd nur, dass aus dieser Situation wahrscheinlich die Grünliberalen den grössten Profit ziehen werden. Blöd, weil sie das liberale Element meistens nur im Parteinamen zur Schau tragen und häufig mit den rot-grünen Wölfen heulen.