Der Nationalrat will das Stimmrechtsalter herabsetzen – von 18 auf 16 Jahre.

Die Lager waren klar verteilt: Eine linke Mehrheit überstimmte die Bürgerlichen knapp mit 99 zu 90 Stimmen. Nun arbeitet die Staatspolitische Kommission das entsprechende Gesetz aus.

Ein Schelm, wer den Linken Kalkül und Eigennutz unterstellt: Die «Fridays for Future»-Stimmen dürften Grünen und Sozialdemokraten sicher sein, ebenso diejenigen der Wokies, die vielleicht noch die Ideale der Grünliberalen unterstützen.

Junge Menschen entscheiden eher emotional: Ein Paradebeispiel gegen ein frühes Stimmrecht lieferte gerade eine deutsche grüne Abgeordnete, 23-jährig und jüngste Parlamentarierin im Bundestag.

Der Stimmenfang ist also, aus linker Sicht, klug. Aber sollte man dann nicht so ehrlich sein und sagen, was der eigentliche, egoistische Zweck ist?

Dass Kinder heute schneller erwachsen werden, lässt sich nicht abstreiten. Eigenverantwortliches Handeln ist einem 16-Jährigen zuzumuten. Dazu könnte auch das Stimmrecht gehören, mag sein.

Aber mit Rechten kommen Pflichten: Wer entscheiden darf, was im Staat sein soll und was nicht, sollte auch für sein eigenes Handeln geradestehen.

Oder sollen Jugendliche über die Zukunft der Schweiz mitbestimmen, aber bei eigenem Verschulden mit dem milden Jugendstrafrecht davonkommen?

Vielleicht sieht das auch die Staatspolitische Kommission so. Sonst gilt jugendlicher Leichtsinn bald gemeinhin als Bonus.