Eine der wichtigsten Entscheidungen, welche die Landesregierung anlässlich ihrer ersten Sitzung im neuen Jahr treffen muss: Wie geht es mit dem Corona-Krisen-Management weiter?

Soll man angesichts der hohen Fallzahlen zusätzliche Einschränkungen beschliessen? Gesundheitsminister Alain Berset (SP) hat über die Weihnachtstage einen Tweet abgesetzt, in dem er erklärte, falls Verschärfungen nötig seien, sei man vorbereitet.

Das wahrscheinlichste Szenario ist wohl: Es geht alles so weiter wie gehabt, also mit «2 G» und «2 G plus».

Vielleicht wäre es an der Zeit, endlich mit etwas ganz anderem anzufangen. Zwar würden alle Virologen, Epidemiologen und Infektiologen die Hände verwerfen, und ein bisschen Mut gehört auch dazu.

Wäre jetzt aber nicht der richtige Augenblick, mit dem Massnahmenzirkus aufzuhören? Die 2-G-Regel hat doch nur die Abstrafung von Ungeimpften zum Ziel, den Verlauf der Pandemie hat dies sicher nicht beeinflusst.

Der Booster entfaltet auch nicht die gewünschte Wirkung. Selbst Personen, die eine Auffrischimpfung erhalten haben, stecken sich mit Omikron an, wie zum Beispiel die Waadtländer Regierungspräsidentin Nuria Gorrite.

Die Corona-Fallzahlen explodieren, ohne dass die Spitäler kollabieren. Wir stecken Gesunde in Quarantäne und gefährden dadurch die Versorgung der Schweiz.

Das Skifest in Adelboden, wo Tausende Zuschauer (teils ohne Schutzmasken) den Skistars zujubelten, hat uns gezeigt, dass sich die Menschen nicht mehr abschrecken lassen. Darum sollte Berset jetzt sofort die Rückkehr zur Normalität ins Auge fassen.