Gestritten wird im Zusammenhang mit Corona über alles: die Impfpflicht, die Anzahl Betten auf den Intensivstationen, Lockdown und Masken sowieso.

Corona entzweit Länder, spaltet Familien.

Nur in einem Punkt sind wir uns wirklich alle einig: Vollbärte und Masken, das passt nicht.

Nichts gegen trendy Vollbärte. Aber diese Beule im Gesicht, weil durch Masken das Haarvolumen komprimiert wird, sodass links, rechts, oben, unten das Gestrüpp rausquillt? Das sieht nicht nur fürchterlich aus, sondern muss auch total unangenehm sein.

Oder nicht, liebe Bartträger?

Zu dieser Einsicht kam auch der Krisenstab der Uniklinik Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern: Ihre Resolution an die Adresse von vollbärtigen Medizinstudenten: Bart ab oder Unterrichtsausschluss.

Begründung: Da die Studenten Patientenkontakt hätten, müsse die FFP2-Maske dicht anliegen. Das sei mit Bart nicht möglich, die Effektivität sei «deutlich eingeschränkt».

«Hygiene geht vor», verlautet der Uniklinik-Krisenchef.

Immerhin: Vollbärtige sind nicht die einzige diskriminierte Spezies in Greifswald. Auch lange Fingernägel seien hygienetechnisch nicht gestattet.

Nun ja, da aber sollte es doch Diskussionsbedarf geben.