Bundesrätin Simonetta Sommaruga will eine klimaschonende Mobilität – also mehr Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb. Woher sie den Strom dafür nehmen wird, ist ein Rätsel. Aber lassen wir das einmal beiseite. Denn es gibt noch ein anderes Problem.

Wegen des Abbaus des Lithiums, also des Rohstoffs zur Herstellung der Batterien von E-Autos, werden ganze Landstriche verschandelt und Gewässer verschmutzt.

Die NZZ hat dazu in den letzten Tagen in einem aufschlussreichen Artikel über Proteste in Serbien wegen einer geplanten Lithiummine berichtet, deren Folgen für die Umwelt beträchtlich wären. Gegen den Lithium-Abbau gibt es auch in anderen Weltgegenden Widerstand.

Der Traum der SP-Bundesrätin von der E-Mobilität ist also für andere Länder ein Albtraum.

Es ist ja schön und gut, wenn Sommaruga findet, die Schweiz müsse beim Klimaschutz einen Beitrag leisten. Aber ein Problem lösen, indem man ein neues Problem schafft, ist keine sehr kohärente Politik.