Ein Familienvater erzählte mir von einem prägenden Erlebnis seines Sohnes. Dessen Lehrer erklärte in einem Stadtzürcher Schulhaus den Viertklässlern, das Auto sei schädlich und schändlich. Sie sollten ihre Eltern überzeugen, mit der Bahn statt mit dem PW in die bevorstehenden Sportferien zu fahren.

Der Zürcher FDP-Nationalrat Marc Bourgeois führte in der TV-Sendung «Sonntags-Zeitung-Standpunkte» eine ähnliche Episode zu dem Thema aus. Als sein Sohn, ein Erstklässler, mit seiner Mutter unterwegs war, sagte der Kleine: «Mami, wir sollten nicht Auto fahren, weil der Planet heiss wird.»

Die Nachfrage ergab, dass das den Kindern von einer Schulbesucherin des WWF eingebläut worden war.

Anderes Beispiel: Lehrer in einem Schulhaus am Zürichberg versuchten den Jugendlichen anzudrehen, die SVP sei rechtsradikal und nicht wählbar. Nicht verwunderlich, dass in der grössten Schweizer Stadt inzwischen auch der einst bürgerliche Stadtkreis 7, zu dem der Zürichberg gehört, von Linken dominiert wird.

Es handelt sich hier nicht um Einzelfälle. Und das ist nicht nur in Zürich so. Mit sogenannten Turnstunden-Läufen müssen Kinder Geld für den WWF sammeln. Je mehr Runden die Kinder laufen, desto mehr Zaster bekommt die Umweltschutzorganisation für ihre Projekte von Sponsoren.

Eine fleissige Schulbesucherin und Lobbyistin an Bildungsorten ist auch Amnesty International. Die NGO, die gerade mit einem umstrittenen Bericht über Israel von sich reden macht, diskutiert mit Sekundarschülern unter anderem über Diskriminierung und Migration.

Bürgerliche Organisationen, der TCS, Economiesuisse oder das Nuklearforum werden von den Schulen nicht eingeladen.

Der Dachverband der Lehrerinnen und Lehrer verkündete kürzlich, die Schweiz habe Nachholbedarf bei der politischen Schulbildung. Welche Bildung ist gemeint?

Der Schulunterricht muss politisch neutral sein. So schreibt es das Schulgesetz vor. Das ist aber längst nicht mehr so.

Bei den Lehrern verhält es sich wie bei den Journalisten: 70 Prozent von ihnen geben an, links zu sein.

Ideologie und Aktivismus sind vielen Lehrern wichtiger als die Vermittlung von Basiswissen – vor allem das von richtigem Deutsch.