Geht es nach der Ideologie und dem Moralwahn der rot-grün regierten Städte, rollt das Auto in den Metropolen bald aus. Und falls es doch noch fahren darf, dann bitte nur im Schritttempo – und am besten im Einbahnverkehr zurück aufs Land.

Nun spricht sich der Touring-Club Schweiz für «ein differenziertes Geschwindigkeitsregime innerorts» aus. Während auf siedlungsorientierten Strassen durchaus Tempo 30 und in Begegnungszonen sogar Tempo 20 eingeführt werden könne, müsse auf verkehrsorientierten Strassen weiterhin Tempo 50 gelten, so der grösste Verkehrsclub der Schweiz.

Um die Haltung der Bevölkerung zum Thema «Tempo innerorts» zu kennen, liess der TCS im Dezember 2021 eine repräsentative Umfrage bei der Schweizer Bevölkerung durchführen.

Die Ergebnisse sind eindeutig: 68 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer lehnen eine generelle Einführung von Tempo 30 innerorts ab. Die Ergebnisse zeigen keinen signifikanten Unterschied zwischen Stadt (68 Prozent) und Land (71 Prozent). Die Alternative, diese Beschränkung nur nachts einzuführen, findet ebenfalls keine Mehrheit; 55 Prozent der Bevölkerung lehnen diese Idee ab, nur 38 Prozent sind dafür. 73 Prozent der Bevölkerung möchten, dass Tempo 30 nur auf siedlungsorientierten Strassen (zum Beispiel in Wohnvierteln) gilt.

Ein interessantes Thema schneidet Laurent Wehrli, der Präsident des Schweizerischen Feuerwehrverbands, an. Er sieht bei einer allgemeinen Einführung von Tempo 30 in den Städten die Effizienz der Notdienste beeinträchtigt: «In unserem Beruf zählt jede Minute, um Leben zu retten, und eine allgemeine Einführung von Tempo 30 in Ortschaften wird unweigerlich unsere Einsatzzeit verlängern, insbesondere für freiwillige Feuerwehrleute oder zurückbeorderte Berufsfeuerwehrleute, die nicht über die vorrangigen Mittel verfügen, um zur Feuerwache zu gelangen. Das ist klar zum Nachteil der Opfer, die sich auf die Notdienste verlassen.»