Immer Ärger mit den Damen. Generell lässt sich Kanzler Olaf Scholz (63, SPD) ja wenig anmerken, aber dass es im Ampel-Kabinett inzwischen ein veritables Frauen-Problem gibt, ist kaum noch zu übersehen.

Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) ist kaum sichtbar.

Familienministerin Anne Spiegel (Grüne) wird von peinlichen SMS aus ihrer Zeit als Umweltministerin in Mainz eingeholt, wo ihr das Gendern beschönigender Pressemitteilungen wichtiger war als der Krisenstab.

Innenministerin Nancy Faeser (SPD) ringt mit dem Flüchtlingsstrom aus der Ukraine, und Umweltministerin Steffi Lemke (Grüne) fand «zivilen Widerstand» von Strassenblockierern sympathisch. Was man so sagt, wenn man nicht merkt, dass man nicht mehr in der Opposition ist.

Kein Wunder also, dass inzwischen ausgerechnet eine mit solider Amtsführung brilliert, die zuvor als völlige Fehlbesetzung beargwöhnt wurde: Aussenministerin Annalena Baerbock (Grüne).

Sie sagt zur richtigen Zeit, was zu sagen ist, und löst damit bei vormaligen Kritikern beifälliges Oh und Ah aus. Viel Gelegenheit zur angekündigten «feministischen Aussenpolitik» hatte sie noch nicht, aber kann ja noch werden.

Man wird ja bescheiden. Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) brachte sich vor Wochen mit lustigem Foto-Bombing ins Gedächtnis und sang jetzt mit quiekender Kinderstimme in Corona-Quarantäne ein peinliches Tiktok-Video ein.

Die zweithöchste Repräsentantin Deutschlands, eine Ulknudel im Amt.

Der Kanzler hat es auch nicht.