Laut dem Staatssekretariat für Migration (SEM) haben sich in den vergangenen Tagen bereits Hunderte von Ukrainerinnen und Ukrainern in den Bundesasylzentren gemeldet. Das Amt geht davon aus, dass die Schweiz in den nächsten Wochen sehr viele Vertriebene aus dem Kriegsgebiet aufnehmen wird.

Die für Migration zuständige Bundesrätin Karin Keller-Sutter hat in den vergangenen Tagen denn auch bekanntgegeben, dass die Schweiz rasch und unbürokratisch Flüchtlinge aufnehmen will. Der Bundesrat hat auf ihren Antrag hin dafür den sogenannten Schutzstatus S aktiviert, der es erlaubt, Schutzbedürfte aus der Ukraine befristet aufzunehmen.

Natürlich muss man diesen Menschen, die vor dem Krieg in ihrem Heimatland flüchten, Hilfe leisten. Die Frage, die sich hier trotz allem stellt, ist aber, ob Justizministerin Keller-Sutter mit dem gewählten raschen und unbürokratischen Vorgehen nicht die Büchse der Pandora geöffnet hat – und dies nur, um der EU zu gefallen.

Was ist mit den Kriegsflüchtlingen aus Afghanistan und Syrien, warum gelten für sie nicht die gleichen Regeln wie für die Ukrainer? Oder gibt es für Bundesbern erwünschte und unerwünschte Kriegsflüchtlinge? Wird man nun für diese in Zukunft auch den Schutzstatus S aktivieren, sie also ohne ordentliches Asylverfahren aufnehmen?

Vor diesem Hintergrund wird es wahrscheinlich nicht lange dauern, bis rot-grüne Bedenkenträger für die Kriegsvertriebenen aus anderen Weltgegenden diesen Schutzstatus beantragen werden. Was machen wir dann?