Klar sind Labour und einige Hinterbänkler der Konservativen wütend. Sie möchten genau wissen, wie es zu sechzehn gesellschaftlichen Treffen, vulgo Partys, am Regierungssitz kommen konnte.

Die meisten davon seien während vollständiger oder teilweiser Lockdowns gefeiert worden. Doch die mit dem Bericht beauftragte Spitzenbeamtin Sue Gray durfte sich lediglich summarisch über die mutmasslichen Verstösse auslassen.

Sie konnte sich nicht dazu äussern, was rechtens war und was nicht – richtig so. Denn wenn Johnson und seine Leute tatsächlich gegen das Gesetz verstossen haben sollten, wie Labour wieder und wieder behauptet, sind umfangreiche polizeiliche Abklärungen nötig.

Genau das hat die Chefin der Metropolitan Police Force, Cressida Dick, angekündigt. Das sollte in einem Rechtsstaat eigentlich selbstverständlich sein. Beides geht nämlich nicht: schnelle politische Untersuchung und strafrechtlich relevante Befunde.

Was immer herauskommt, Johnsons Festlaune wird auf absehbare Zeit so oder so etwas getrübt bleiben.