Der neue Verkehrsricht-Plan der Stadt Zürich lässt kaum Interpretations-Spielraum: Er bietet dem Velo freie Fahrt und lenkt den motorisierten Privatverkehr in die Sackgasse.

Davon sind vor allem auch Gewerbetreibende und Handwerker betroffen. Viele verrechnen ihrer Kundschaft in der Stadt Zürich pauschal höhere Preise, weil sie die Bussen bereits budgetieren.

Und weil in den blauen Zonen kaum mehr Platz vorhanden ist, verliert auch die Gewerbekarte ihren Nutzen.

Ausgerechnet die SP geht nun aber in die Offensive und fordert im Gemeinderat, dass innerhalb der blauen Zone mehr Platz für Handwerker und Dienstleister reserviert wird. Konkret: Von insgesamt 33.000 Blaue-Zone-Parkplätzen sollen 10 bis 20 Prozent als Gewerbeparkplätze gekennzeichnet werden.

Zwischen 7 und 11 Uhr vormittags dürfte dort ausschliesslich parkieren, wer über eine Gewerbe-Parkkarte verfügt. Danach dürften Gewerbetreibende ihre Fahrzeuge dort stehen lassen.

Doch die Sache hat einen Haken. Vielerorts gibt es gar keine blauen Zonen mehr.

Unlängst mussten an der Scheuchzer- und an der Milchbuckstrasse 127 Parkplätze weichen. Als Nächstes werden in Höngg Dutzende von Parkplätzen gestrichen.

Mit der restriktiven Verkehrspolitik und der Verweigerungstaktik gegenüber dem Privatverkehr macht die Stadt vor allem jenen Menschen das Leben schwer, die eigentlich nur eines wollen: arbeiten und ihren Dienst an der Gesellschaft leisten.