Stille Nacht. Heilige Nacht. Und schon bald stockdunkle Nacht? Nachdem in Frankreich kurz vor Weihnachten vier Atomkraftwerke aus Sicherheitsgründen vom Netz genommen werden mussten, wird in der Schweiz die Abhängigkeit von ausländischen Stromquellen deutlich.

Zwar ist die Versorgung kurzfristig noch gewährleistet. Wenn aber die Speicherseen gegen Ende des Winters leer sind und die Wasserkraft als alternative Energiequelle nur beschränkt zur Verfügung steht, droht die gefürchtete Strommangellage.

Dies macht zwei Sachen deutlich: Der in der Hysterie nach dem Reaktorunfall von Fukushima 2011 gefällte Grundsatzentscheid, in der Schweiz aus der Kernenergie auszusteigen, war eine Kurzschlusshandlung.

Und zweitens: Welchen Sinn macht es, selber die AKW stillzulegen, wenn man gleichzeitig von ausländischen (und fehleranfälligen) Kernkraftwerken abhängig ist?

Die Energiewende ist ein hehrer Gedanke. In der Umsetzung fehlt aber Realitätsbezug und Pragmatismus – und die politische Konsequenz. Solange grüne Kreise selbst Projekte zur Produktion von nachhaltiger Energie (Wasser- und Windkraftwerke) bekämpfen, können wir in der Schweiz auf Atomkraft nicht verzichten