In Indien gehören Hochzeitsfeiern mit mehreren Hundert geladenen Gästen zur Tradition. Doch das war vor Corona.

Wegen Covid wurde die Zahl der Anwesenden auf hundert beschränkt. Was clevere Unternehmer als Chance nutzen: Sie bieten digitale Hochzeitsfeiern an. Die Beteiligten treffen sich auf Zoom. Physisch getrennt sein, aber gemeinsam feiern, lautet die Geschäftsidee der Start-ups.

Eine virtuelle Feier war dem Bräutigam Sivakumar Padmavathi allerdings nicht genug: Zur Hochzeit wollte er seiner Braut Janaganandhini Ramaswamy etwas ganz Spezielles bieten. Sie sollten als Avatare heiraten, und zwar vollständig im metaverse.

Er «errichtete» ein virtuelles Schloss. Dort haben mehrere Tausend Gäste aus der ganzen Welt dem jungen Paar zugejubelt, berichteten tags darauf indische Medien – selbstverständlich alle Gäste mit ihren eigenen Avataren.

Sie freuten sich mit den frisch Vermählten in einem virtuellen Schloss, das sie per Mausklick betreten konnten, nachdem sie sich eingeloggt hatten.

Für die Zeremonie hatte sich Padmavathi einen weiteren Höhepunkt ausgedacht. Als Ehrengast war der vor einem Jahr verstorbene Vater der Braut zugegen. Er empfing die Gäste – wenn auch nur in Gestalt eines speziellen Avatars.