Die Swiss National Covid-19 Science Task Force steht zurzeit nicht mehr so im Zentrum des Geschehens wie auch schon. Das ist eine gute Nachricht. Denn diese Expertenrunde lag mit ihren Einschätzungen häufig daneben.

Noch im Januar warnte dieses Gremium zum Beispiel vor einer Überlastung der Spitäler – freilich wie üblich im Konjunktiv. Das war unnötige Panikmache.

Natürlich bekamen sie hin und wieder auch recht. Aber exakte Wissenschaft war das nicht, eher Kaffeesatzlesen, noch unzuverlässiger als die Wettervorhersagen von Meteo Schweiz.

Im Volksmund spricht man deshalb schon lange nicht mehr von der Task-Force, sondern von der «Task-Farce».

Die Mitglieder waren teils nicht in der Lage, über den Rand ihrer eigenen Disziplinen hinwegzusehen. Was sich etwa darin zeigte, dass man die Situation überzeichnet darstellte, um vom Bundesrat sofort schärfere Regeln und Massahmen einzufordern.

Man hatte zeitweilig auch das Gefühl, dass einzelne Experten ihre Mitgliedschaft in dieser Task-Force vor allem zum Schaulaufen in eigener Sache benutzten. Dann gab es auch noch Diskussionen wegen Interessenkonflikten.

Hätte man die Kantonsärzte stärker eingebunden, anstatt den Untergangsbotschaften von ein paar alltagsfernen, auf sich selbst fokussierten Wissenschaftlern zu vertrauen, wäre man wahrscheinlich besser beraten gewesen.

Die schlechte Nachricht ist, dass diese Wissenschaftler keine Anstalten machen, abzutreten. Dabei wünschen sich viele die Covid-19-Task-Force schon lange ins Pfefferland.

Da sich nun ein Ende der Krise abzeichnet, sollte man endlich die Gnade haben, sich selber aufzulösen.

Je schneller, desto besser.