Es ist kein Fasnachtsscherz. Und es ist auch auch nicht lustig: Die Primarschule der Zürcher Gemeinde Zollikon organisierte für ihre 500 Kinder einen sogenannten Verkleidungstag.

Offizielles Motto: «Jungs gehen als Mädchen und Mädchen gehen als Jungs.»

Buben traten als sanfte Wesen im rosa Rüschenkleid auf, Mädchen als starke Jungmänner. Gendern wurde in der Zolliker Primarschule ab der 2. Klasse sogar zum Jahresthema erkoren.

Über hundert mehrheitlich linke Lehrerinnen und Lehrer geben alles dafür, dass diese Aufgabenstellung intensiv beackert wird. Einige Buben weigerten sich, an dieser peinlichen Veranstaltung mitzumachen. Respekt.

Couragierte Eltern machen ihrem Unmut in Leserbriefen Luft. Im Wochenblatt Zolliker Zumiker schrieben sie: «Insbesondere die Kleinen sind kaum dafür zu begeistern, sich in das andere Geschlecht zu verwandeln. In einigen Klassen sollen die Kinder gefragt werden, wie sie sich im anderen Gender fühlen. Wird der Verkleidungstag hier instrumentalisiert, um ein heikles Thema durch die Hintertür anzusprechen?»

Zum Gendern schrieben sie ausserdem: «Ist die Schule der richtige Ort hierfür? Ab dem Kindergarten? Kaum ein Thema erfordert so viel Feingefühl und kann so leicht ins Ideologische und Politische kippen.»

Besorgte Zolliker Eltern fordern zu Recht, «Kinder in ihren Fähigkeiten altersgemäss zu fördern – in ideologischer Neutralität».

Ein verärgerter Bürger aus der Nachbargemeinde Zumikon schrieb zum umstrittenen Verkleidungstag: «Eine von linksalternativen Randgruppen ins Zentrum gerückte Diskussion über Geschlechterdefinitionen erreicht nun bereits unsere Jüngsten. Für einen achtjährigen Jungen stellt sich in 99 Prozent der Fälle die Frage nicht, ob er heute mal lieber mit einem Rock zur Schule gehen möchte. Vielmehr interessiert es ihn, ab wann der Fussballplatz wieder offen ist oder welche Spiele in der Pause gespielt werden können. Lasst die Kinder Kinder sein, ganz ohne Genderwahn und Gleichstellungsdiskussion.»