Ein Krieg reicht ihm nicht.

Der erste Corona-Offizier Karl Lauterbach fühlt sich im Gefecht mit dem Covid-19-Virus wohl unterfordert.

Nun zieht der deutsche Gesundheitsminister gegen Russlands Präsidenten in die Schlacht. Zumindest verbal.

Als passionierter Drauflos-Twitterer donnerte er am Samstag, und das als erstes Kabinettsmitglied überhaupt: «Wir führen Krieg gegen Putin.»

Brandgefährliches Zündeln. Und für den Kreml ein gefundenes Fressen.

Begreift der selbsternannte Militärstratege den Ernst der Lage? Was befugt ihn überhaupt, sich da einzumischen?

Empörung in den sozialen Netzwerken folgte. Und Sarkasmus: «Karl Lauterbach erstmals optimistisch: Atomkrieg könnte Pandemie beenden.»

Drei Tage später ruderte er in der RTL/ntv-Sendung «Frühstart» zurück: «Wir sind nicht im Krieg, aber wir unterstützen die Ukraine nach Kräften.» Auch mit Waffenlieferungen.

Es reicht!

Als wären seine wirren und fehlerhaften Aussagen zu Corona nicht schon genug. Der Schaden an der Politik durch Lauterbach nimmt epische Ausmasse an. Und was sagt Olaf Scholz dazu?

Der Bundeskanzler: schweigt. Und man fragt sich, warum.

Und wer eigentlich kümmert sich endlich mal um den Pflegenotstand? Und warum gibt es immer noch die Einrichtungs-bezogene Impfpflicht?

Es gäbe viel zu tun für einen Gesundheitsminister, der seine Aufgabe ernst nimmt – und nicht unter einem Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom leidet.