Auf dem Bild hält Julian Reichelt, Ex-Bild-Chef, ein Snickers. Seine Füsse stehen parallel, schulterbreit gespreizt, «am eisernen Vorhang» im Zug der Deutschen Bahn.

«Wo mein linker Fuss ist (im Abteil), darf ein Ungeimpfter den Snickers essen (3G)», schreibt Reichelt auf Twitter. «Wo mein rechter Fuss steht (Speisewagen mit 2G+), darf ein Ungeimpfter nicht abbeissen.»

Zentimeter trennen Welten.

Mit nur einem Tweet entlarvt er den «Corona-Regel-Wahnsinn» der deutschen Politik: Weil – wo Reichelt steht – Massnahmen miteinander verkoppelt sind. Und den gesundheitlichen Nutzen verlieren. Im Zug, zwischen zwei unterschiedlich geregelten Abteilen, verkommen sie zur Sinnlosigkeit, zur Illusion der Regierung, dass ihre Erlasse tatsächlich etwas bringen.

Weil Reichelt das illustrierte, schossen die Gemüter schnurstracks in die Höhe: Ein Shitstorm brach aus – nicht über den irrsinnigen Verordnungen, sondern über Reichelt.

Die Häme kannte keine Grenzen.

Doch der Wahnsinn lässt sich toppen: Bei Demonstrationen schreiten Polizisten mit Zollstock durch die Menge – um Abstände auszumessen. 1,50 Meter.

Deutschland regiert Millimeter-genau.