Mit der Überbauung Hornbach im Seefeld-Quartier wollte die Zürcher Regierung ein Zeichen setzten und auch weniger gutsituierten Bürgern das Wohnen an attraktiver Lage und zu günstigen Konditionen ermöglichen.

In einer der beliebtesten Gegenden der Stadt, wo für eine moderne 4,5-Zimmer-Wohnung nicht selten über 4000 Franken pro Monat bezahlt werden, gibt es in der Genossenschaftssiedlung Hornbach den gleichen Wohnraum für 1700 Franken.

Auch Gewerberäume werden zu Top-Konditionen angeboten. Wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt, leben heute 221 Erwachsene und 177 Kinder in der Überbauung. Das tue dem Seefeld gut – weil es die Durchmischung fördere und einen Kontrapunkt zu den Luxuswohnungen setze. Bei der Vermietung der Gewerberäume werden soziale Projekt bevorzugt.

Schaut man aber etwas genauer hin, wird dieser Anspruch ad absurdum geführt. Wirklich bedürftig sind von den 400 Bewohnern nur die wenigsten. Die überwiegende Mehrheit gehört schlicht und ergreifend zu den Glücklichen, die sich gegen rund 10.000 Mitbewerbende durchgesetzt hat.

Speziell ist die Mieterin einer der Gewerberäume – die bekannte Architektin Gret Loewensberg. Dabei handelt es sich um die Ehefrau des ehemaligen SP-Bundesrates Moritz Leuenberger.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.