Der Nationalrat berät heute die sogenannte Gletscherinitiative. Dieses Volksbegehren macht mit dem Schwinden unserer Gletscher Stimmung für ein Verbot fossiler Energieträgern wie Öl und Gas.

Es ist eine Tatsache, dass die Eisriesen in den Alpen schmelzen, das kann man auch anhand alter Fotografien in Berghütten klar erkennen. Einzelne Schutzunterkünfte wie die Oberaletschhütte, standen vor Jahrzehnten fast auf gleicher Höhe wie der gleichnamige Gletscher, heute fliesst das Eis ein paar hundert Meter unterhalb der Hütte.

Niemand ist glücklich darüber, dass die Gletscher schmelzen. Das schmälert die Attraktivität unseres Landes als Tourismusdestination. Es beschert uns auch noch ein paar andere Probleme: unstabile Bergregionen, weniger Wasservorräte.

Die Gletscherinitiative versucht daraus politisches Kapital zu schlagen. Sie erweckt den Eindruck, dass man die Schmelze stoppen könne, wenn man die Initiative annimmt. Das ist ein Trugschluss.

Die Eisriesen werden weiterschmelzen, egal ob wir diesem Volksbegehren zustimmen. Anstatt Geld und Geist für wirkungslose Verbote einzusetzen, sollten wir uns besser auf die bevorstehenden Veränderungen konzentrieren und Anpassungen vornehmen.