Die mittelalterlichen Alchemisten glaubten, alle Probleme der Welt lösen zu können: mit der Zauberformel, die Sand in Gold verwandelt!

Das war natürlich Blödsinn. Denn selbst wenn das Wunder gelungen wäre, hätte das Gold mit der Massentransformation jeden Wert verloren.

Seit einem halben Jahrhundert verspricht die grüne Bewegung, alle Probleme der Welt zu lösen: mit Strom von Wind und Sonne, gratis und frei von Emissionen!

Das ist natürlich Blödsinn. Wie bereits Leonardo da Vinci wusste, gibt es kein solches Perpetuum mobile. Das Problem liegt beim Ernteertrag: Wie viel Energie muss man reinstecken, um wie viel zu erhalten? Macht man diese Rechnung, sieht es zappenduster aus für Wind und Sonne. Abgesehen davon, dass der Flatterstrom selten dann kommt, wenn man ihn braucht, weist er eine miserable Ökobilanz aus: Gemessen am Ertrag ist der Verschleiss an Ressourcen gigantisch.

Immerhin erfanden die Alchemisten den Lackmustest – eine Methode, die ihnen sagte, frei von Hokuspokus, ob ein Stoff sauer oder basisch ist. Entweder oder – ein Sosolala gibt es nicht. Der Lackmustest steht seither als Synonym für unbestechliche Erkenntnis.

Wegen der enormen Energiedichte weist die Kernenergie einen Erntefaktor aus, der bestenfalls von Grosswasserkraftwerken getoppt werden kann. Doch will man nicht das letzte Naturschutzgebiet fluten, ist die Ökobilanz von Atomstrom nicht zu toppen.

Die Kernenergie wird damit zum Lackmustest für den grünen Zeitgeist. Meinen es die Ökologen wirklich ernst mit dem Weltklima, führt kein Weg an der Kernenergie vorbei. Alles andere ist mittelalterlicher Hokuspokus.