Via Blick gab Gesundheits-Minister Alain Berset am Montag den Fahrplan zum Ausstieg aus den Covid-Massnahmen bekannt. Bis zum 16. Februar soll in der Schweiz die post-pandemische Normalität herrschen.

Bis es so weit ist, bleiben aber Geduld und kühles Blut gefragt. Dies erleben wir (eine vierköpfige Familie mit zwei Kindern in der Primarschule) derzeit am eigenen Leib.

Zwar ist die Testoffensive an den Schulen mittlerweile gestoppt. Doch dummerweise blieb unser achtjähriger Sohn ausgerechnet beim letzten Pooltest hängen. Und weil der PCR-Test das Resultat bestätigte, hiess es am Freitag: Isolation bis und mit Mittwoch.

Auch seine elfjährige Schwester ist betroffen. Als ungeimpfte Person muss sie quasi solidarisch in Quarantäne. Dass beide Kinder kerngesund sind, ändert nichts.

Man wähnt sich also wieder an den Anfang der Corona-Geschichte zurückversetzt, als die Schulen geschlossen waren und der Unterricht via Skype und Zoom stattfand.

Allerdings besteht ein grosser Unterschied zu damals: Mittlerweile weiss man, dass Kinder weder gefährdet sind noch andere überproportional gefährden. Und trotzdem werden sie wieder eingesperrt.

Dies erhöht zwar den Wert von Brettspielen, Computer-Konsolen und Analogfernsehen. Doch das Verständnis gegenüber den Massnahmen nimmt fast stündlich ab. Umso mehr, als vor allem die Kommunikationspolitik der Behörden kein logisches Konzept erkennen lässt.

Der Sohn erhielt das Genesen-Zertifikat schon am Tag, als er positiv getestet wurde.

Mit anderen Worten: In der Corona-Krise muss man nicht einmal krank sein, um wieder gesund zu werden.