Nichts Neues unter der Frühlingssonne: Karl Lauterbach warnt vor einer Corona-Welle im Herbst. Vor Schliessungen. Vor der Maskenpflicht bei Kindern.

Das war gestern, als der weit-, aber nicht umsichtige Gesundheitsminister verkündete: «Der einzige zuverlässige Weg aus der Pandemie heraus ist die allgemeine Impfpflicht.»
Heisst «zuverlässig» auch durchsetzbar? Realistisch?

Nein, wie kürzlich bekannt wurde: Praktische Probleme sprechen gegen eine Impfpflicht.

Es liege dabei nicht am Piks an und für sich: Impfstoff ist mehr als genug verfügbar. Und es liesse sich womöglich auch medizinisches Personal finden.

Der Grund, warum die Impfpflicht unmöglich ist, ist trivialer, fast schon ein schlechter Witz: Papiermangel.

Weil in Europa das Material fehlt, müsse das Vorhaben grundsätzlich abgeblasen werden. 120 Millionen Informationsschreiben könnten unmöglich verschickt werden, wie der Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenkassen verkündete.

Die Meldung sorgte deutschlandweit für Schlagzeilen. Nur Lauterbach muss das Schreiben verwehrt geblieben sein.