Lord Byron kämpfte für ein freies Griechenland, Egon Erwin Kisch im Spanischen Bürgerkrieg. Kriege zogen schon immer idealistische Freiwillige an.

So auch in der Ukraine, die im Ausland Kämpfer für eine «Internationale Legion» anwirbt.

Angezogen werden aber auch Rechtsextreme, die hoffen, endlich ihren Hass auf russische Untermenschen austoben zu können.

Auch deutsche Neonazis gehören dazu. Jetzt zahlen sich ihre Kontakte aus, die sie zu ukrainischen Rechtsradikalen wie dem Asow-Battaillon pflegten, das sich mit Nazi-Symbolen schmückt. Offen werden auf Telegram Sold, Modalitäten und Reiserouten diskutiert. Derzeit herrscht ein Anwerbestopp, es gibt zu viele Bewerber.

Was sagt die Bundesregierung dazu, die sich dem Kampf gegen rechts verschrieben und Telegram als Hort regierungsfeindlicher Umtriebe ausgemacht hat?

Nichts Genaues. Jeder Deutsche habe das Recht, sich als Kämpfer zu verdingen – wo und mit wem, sei seine Entscheidung. Nur nach einer gründlichen Untersuchung sei eine «Ausreiseuntersagung» möglich.

Wie war das gleich noch mal mit deutschen Isis-Kämpfern?