Wer kennt das Problem nicht?

Da scrollt man durch Dutzende von Emojis, aber das eine, das man wirklich braucht, gibt es wieder mal nicht.

Nun hat Unicode, die Organisation, die die bunten Bilder verwaltet, die grössten Lücken gestopft.

Endlich gibt es ihn, den schwangeren Mann.

Natürlich in fünf verschiedenen Hauttönen. Man will schliesslich binäre Schwarze nicht ausschliessen. Oder schwarze Binäre.

Wer sein Geschlecht immer noch nicht findet, für den gibt es wohl neu einen Troll.

Diversität und Inklusion – das ist das Motto der Emojis für 2022.

Allein 15 Handschläge sind gelistet – von weiss/weiss bis schwarz/schwarz mit allen erdenklichen Kombinationen dazwischen.

Immerhin kann auch Missmut über die politische Korrektheit mit neuen Piktogrammen geäussert werden – mit einem schluchzenden Gesicht oder mit einem Frauenmund, der sich auf die Unterlippe beisst.

Alle anderen, die glücklich strammstehen vor der neuen Ordnung, haben, was sie schon immer suchten: den salutierenden Smiley.