Sebastian Vettel ist vierfacher Formel-1-Weltmeister. Mit dem Motorrennsport konnte er ein Vermögen von 250 Millionen Euro anhäufen. Sein aktueller Vertrag bei Aston Martin garantiert ihm ein Jahreseinkommen von 15 Millionen Euro.

Doch nun hat der Deutsche mit Wohnort im Kanton Thurgau seine Liebe für die Klimabewegung und deren Gallionsfigur Greta Thunberg entdeckt. In einem Interview sagt er auf die Frage, ob er sich gerne mit der Klimaaktivistin treffen würde: «Selbstverständlich! Ich würde es sogar begrüssen, und wahrscheinlich teilen wir viele Ansichten, was die Formel 1 angeht. Ich finde Greta klasse. Es ist ermutigend, dass sie mit einer solchen Entschlossenheit für unsere Zukunft kämpft. Ein echtes Vorbild, dem die ganze Welt folgen sollte und vor allem ältere Männer mehr Gehör schenken sollten.»

Man ist in diesen struben Zeiten ja allerhand Absurdes gewohnt. Aber diese Liaison sprengt nun den Rahmen der Vorstellungkraft definitiv und setzt der Scheinheiligkeit die Krone auf: der pseudo-vegane Supersportler und die pubertäre Apokalyptikerin.

Zwar hat es sich die Königsklasse im Automobilsport auf die Fahne geschrieben, dass jedes ihrer Rennen ab 2025 nachhaltig sein soll (was immer das auch bedeuten mag) und dass sie ab 2030 ihre Runden CO2-neutral drehen wird, doch momentan ist man noch weit davon entfernt. In der Saison 2019 verursachte die Formel 1 über 256.000 Tonnen CO2. Die Rennen sind dabei nur die Spitze des Eisbergs.

Eine Wettkampfserie, die zwischen März und November an 23 Destination rund um den Globus stattfindet und ihr Geld nicht zuletzt in erdölfördernden Ländern generiert, wird es eher schwer haben, zum Flaggschiff der Klimabewegung zu werden. Daran kann auch das neue Traumpaar Thunberg/Vettel kaum etwas ändern.