Die Redaktionsleitung der SRF-«Arena» war ihr nicht genug. Sie wollte zusätzlich unbedingt auch noch vor die Kamera. Das ist gründlich schiefgegangen. Franziska Egli ist bei «10 vor 10» gescheitert. Jetzt hört sie auf.

Das ist gut so. Die Moderatorin war eine komplette Fehlbesetzung. Die 37-Jährige ist nicht authentisch. Ein bisschen Glitzer und (zu lange) künstliche Wimpern genügen für die Bildschirmpräsenz bei einer harmlosen People-Sendung wie «Gesichter und Geschichten». Aber nicht bei einem Nachrichtenmagazin.

Den Zuschauern war unwohl, wenn Egli moderierte. Ihre Nervosität und Unsicherheit war in jeder Sendung sicht- und spürbar. Sie hat vor der Kamera gelitten. Und die meisten Zuschauer konnten sie nicht leiden. Im Nachhinein ist Leiden manchmal ein Segen.

Drollig ist die Begründung für ihren Ausstieg bei «10 vor 10»: 2023 stünden die eidgenössischen Parlamentswahlen an. Das wusste sie offenbar noch nicht, als sie sich vor eineinhalb Jahren als Moderatorin beworben hatte. Sie stellte es erst bei ihrer «persönlichen Standortbestimmung Anfang 2022» fest.

Als weiteren Grund für den Abbruch gibt Egli eine anstehende Weiterentwicklung der «Arena» an. Einen bitteren Schluck sollte man nicht auf mehrere Gläser verteilen.

Immerhin: Vielleicht findet die glücklose Moderatorin jetzt endlich Zeit, nach einem wirklich geeigneten Moderator für die «Arena» Ausschau zu halten. Bis das so weit ist, sollte sich Egli in jedem Fall mit harter Hand um das Problem- und Sorgenkind in ihrer Redaktion kümmern.

Um Sandro Brotz, den Master of Desaster.