Heute, am 15. Dezember 2021, gibt es an der Hallwylstrasse 4 in Bern vielleicht einiges zu sehen. Das Bundesamt für Wohnungswesen zieht aus Grenchen in dieses stattliche Haus ein. Siehe Foto.

«Nach 26 Jahren im Kanton Solothurn kehrt das Bundesamt für Wohnungswesen BWO in die Bundesstadt zurück», schreibt die Bundesverwaltung.

Man kann auch sagen: Das Amt verlässt die Peripherie und zieht ins Zentrum, sie zügelt vom billigeren auf den teureren Boden. In ein Haus, das etwas hermacht – ist genau das Thema Wohnen.

Das Bundesamt für Wohnungswesen ist eigentlich etwas, das es im funktionierenden Immobilienmarkt und Mietermarkt Schweiz nicht gross braucht, also muss es seine Aufgaben suchen.

Es ist offiziell zuständig für das Mietrecht und den Vollzug der Wohnraumförderung des Bundes. Und es soll Entscheidungsgrundlagen zur Verbesserung des Wohnraumangebots und des Wohnumfeldes sowie der Transparenz auf dem Wohnungsmarkt erarbeiten.

Bis 2006 führte das Amt eine Schriftenreihe zum Wohnungswesen, hat dann aber damit aufgehört. Die Reihe der rechtsvergleichenden Studien endete 2017. Die Broschüre zum Porträt BWO stammt auch von 2017. Unter den Forschungspublikationen kam im vergangenen Frühling der Titel «Komposttoiletten in städtischen Gebieten? Das gelingt!» heraus.

Der Umzug nach Bern wird unter anderem mit den kurzen Wegen zum «Politzentrum» begründet, zu Departement, anderen Ämtern, Parlament, Interessensgruppen. Das ist sicher hilfreich, wenn man sich seine Aufgaben für die Zukunft sichern will.