Bundesrätin Simonetta Sommaruga geht in die Offensive: Nachdem ihr vorgeworfen worden war, sie pflästerle bei der Energieversorgung herum, präsentierte sie nun ihren Plan gegen mögliche Versorgungsengpässe bei der Elektrizität.

Die erneuerbaren Energieträger werden noch stärker gefördert und die Verfahren für neue Anlagen verkürzt. Gegen eine Strommangellage will sie sich mit Gaskraftwerken und Wasserkraftreserven wappnen, auf die man bei Bedarf zurückgreifen kann.

Von hier an wird es aber dann etwas absurd: Sommaruga will nämlich auch die Energieeffizienz erhöhen und das Herausreissen von Elektroheizungen fördern. Diese verbrauchten pro Jahr so viel Strom, wie ein AKW von der Grösse des 2019 stillgelegten AKW Mühleberg produziere. Sommarugas Empörung darüber ist irgendwie lustig.

Denn Elektroheizungen wurden besonders in ihrem Heimatkanton Bern nach dem Bau des Kernkraftwerkes jahrelang staatlich intensiv gefördert. Nun will die Obrigkeit das Ersetzen dieser Stromfresser auf Kosten der Stromkunden auch wieder speziell unterstützen – und dies, obwohl Elektroheizungen seit 2009 eigentlich verboten sind.

Und bitte, Frau Sommaruga, sagen Sie nicht mehr, der Bund fördere dies oder das. Das zahlen wir alle mit unserer Stromrechnung. Die immer gesalzener wird, weil die Energieperspektiven 2050 nicht funktionieren.