In Grossbritannien können sich bis Weihnachten die meisten 40-Jährigen boostern lassen. Die auf dem Kontinent belächelte Johnson-Regierung macht es richtig.

Anstatt die Leute zu nerven mit Impfkampagnen, die nichts bringen, weil es an Impfstoffen fehlt, können sich alle, die das wollen, impfen lassen.

In der Schweiz müssen die Senioren warten. An der nationalen Impfwoche wurden impfwillige Rentner nach Hause geschickt. Miserable Führung.

Bundesrat Berset hat den Booster verschlafen. Schon lange ist bekannt, dass der Impfschutz nachlässt. Der Bund machte keinen Pieps. Man wollte den Impfskeptikern keine Argumente liefern.

Politik statt Virologie.

Resultat: Seit dem Sommer laufen viele früh geimpfte Betagte ohne Schutz herum, im Glauben allerdings, es könne ihnen nichts passieren.

Um von seiner Booster-Pleite abzulenken, macht Berset jetzt auf Aktionismus. Tun als ob. Betriebsamkeit. Schikanen. Rasender Stillstand.

Die Ungeimpften müssen als Sündenböcke herhalten, damit sich die Leute nicht über die Unfähigkeit ihres medial bejubelten Gesundheitsministers aufregen.

Das ist schäbig.

Anstatt die Familien zu zwingen, an Weihnachten durch eine Zertifikatspflicht zu Hause Hilfspolizei zu spielen, sollte sich Berset aufs Boostern der Gefährdeten konzentrieren.

Anstatt Impfpropaganda zu betreiben und Schweizer zu nötigen, sollte Berset dafür sorgen, dass sich wirklich alle impfen lassen können, die das wollen.

Dafür dürfen die Angestellten des Bundesamts für Gesundheit (BAG) ihre Hunde ins Büro mitnehmen und ihre freien Wochenenden geniessen in der angeblich grössten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg.

Führung heisst: Schwerpunkte bilden. Berset ist dazu nicht in der Lage. Er schaut nur auf die Medien. Das Image ist alles. Wann merken es die Journalisten?