Die Queen hätte es gerne gewollt, durfte es aber nicht: Nämlich ihren geliebten Ehemann Philip zu einem king consort ernennen. Er blieb Zeit seines Lebens lediglich ein prince consort. Denn gemäss der königlichen Prärogative gibt es im Königreich keinen «König an der Seite» einer Throninhaberin.

Umgekehrt kann die Frau des Königs mit seiner Einwilligung sich durchaus queen consort nennen – ein klassischer Fall von adliger Diskriminierung, die die Männer bislang klaglos hingenommen haben.

Das musste schon Prinz Albert, der Gatte der Königin Victoria im 19. Jahrhundert, erfahren: Sie wollte ihn angeblich gerne als «König» neben sich haben. Aber nichts da, eine Ausnahme hätte das damalige Parlament bewilligen müssen, was aber chancenlos blieb. So musste sich Albert ebenfalls mit dem Titel prince consort zufriedengeben.

Als gebürtigem Deutschen soll ihm der Titel übrigens schnurzegal gewesen sein.

Jetzt also hofft Elisabeth II., dass Camilla dereinst queen consort sein wird. Diesen Entscheid hätte natürlich Prinz Charles selbständig treffen können, wenn er denn einmal auf dem Thron sein sollte. Aber trotzdem ist es schön, dass seine Mutter ihm nun ihren Segen dazu erteilt hat.

Sie zeigt damit, dass sie sich an die neue Schwiegertochter Camilla gewöhnt hat – nach siebzehn Jahre Ehe mit Charles.