Der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach scheint sich alles erlauben zu können, wie an der gestrigen Bundestags-Abstimmung über das Infektionsschutz-Gesetz erneut klar wurde.

Keiner gebot ihm Einhalt.

Anders ist der ungehemmte Grusel-Auftritt nicht zu erklären, den der Corona-Titan nach Annahme seines Gesetzes hinlegte.

Im Tonfall despotisch, schnappatmend. FFP2-Maske für immer, so seine Botschaft. «Wir steigen da nicht mehr aus.» Und: Auf eine Erklärung «verzichten wir». Denn: «Wir gehen mit der Wissenschaft.»

Wir?

Wie viele Lauterbachs gibt’s denn noch? Worauf deutet der Pluralis Majestatis?

Während sich hierzulande ein Sonnenkönig an sich selbst berauscht, hat Frankreich die Pandemie für beendet erklärt.

Mit einem Zwang zum Tragen von FFP2-Masken in Zügen und medizinischen Einrichtungen steht Deutschland weltweit weitestgehend allein da.

Wissenschaft? Evidenz? Fehlanzeige.

Bereits vor Wochen sagte der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit der Welt, beim Entwurf des Infektionsschutzgesetzes handle es sich um eine «politische Empfehlung Karl Lauterbachs». Sie basiere «nicht auf wissenschaftlicher Datenlage».

Ist der Masken-Furor gar pathologisch?

Darf man Menschen per Ferndiagnose überhaupt psychiatrisch einschätzen?

Nun: Bei Donald Trump tat man es hemmungslos.

Nur muss auch gefragt werden: Wer muss da eigentlich auf die Couch – Lauterbach oder Deutschland?