Was haben Boris Johnson und Bodo Ramelow gemeinsam?

Nicht viel. Der Briten-Premier ist ein konservativer Tory, Thüringens Ministerpräsident ein strammer Sozialist.

Wäre da nicht der innere Stalin. Es bedurfte des Krieges in der Ukraine, um ihn von der Kette zu lassen. Denn Boris und Bodo wollen Russen bestrafen – mit identischen Methoden.

Menschenfreund Ramelow will die Jachten von Oligarchen enteignen, der (frühere) Oligarchenfreund Johnson will dies mit ihren Immobilien tun. Zahlen wollen beide nicht für diesen Raub. Versteht sich doch von selbst.

Und weil sie ein moralisches Zeichen setzen wollen, haben sie schon eine Verwendung für das gestohlene Eigentum: Der eine will die Schiffe zur Seenotrettung von Flüchtlingen einsetzen, der andere Geflüchtete in den Luxus-Apartments und Herrenhäusern unterbringen.

Der einzige Unterschied: Ramelow kann nur reden. Im Kiessee bei Erfurt ist noch nicht einmal ein russisches Ruderboot vertäut.

Doch Johnson hat ein Gesetz im Unterhaus eingebracht, mit dem das Eigentumsrecht verändert wird – abgekupfert aus dem Lehrbuch der Bolschewiken.