Manchen Menschen fehlt alles, was ein guter Politiker braucht: Feuer, Leidenschaft, Ausstrahlung, Redetalent.

Olaf Scholz etwa, Annalena Baerbock oder Angela Merkel.

Dann gibt es politische Ausnahmetalente, die elektrisieren und mobilisieren: Christian Lindner oder Sahra Wagenknecht.

Und Boris Palmer, grüner Oberbürgermeister von Tübingen. Aber kann man ihn noch in dieser Partei verorten, die ihn hinauswerfen will?

Ein Ausschlussverfahren läuft, und parallel dazu ein Verfahren zur Nominierung des Kandidaten für die Wahl des Oberbürgermeisters.

Da sich beides ausschliesst, tritt Palmer nicht mehr an.

Damit verlieren die Grünen den prominentesten Vertreter jener Richtung, die ihnen Wähler in der bürgerlichen Mitte erschloss.

Von der AfD wird gefordert, sich von radikalen Elementen zu trennen. Die Grünen gehen den umgekehrten Weg: Bürgerliche Feigenblätter verwehen in alle Winde. Darunter kommt der totalitäre Kern zum Vorschein.

Die Grünen waren nie bürgerlich.

Jetzt, da man endlich regiert, braucht man sich nicht mehr zu verstellen.