US-Wahlkampf 2020. Kandidat Joe Biden hängt in den Seilen. Die ersten vier Vorwahlen hat er vergeigt, alles steht und fällt mit South Carolina. Er braucht die Hilfe eines mächtigen schwarzen Abgeordneten aus diesem Staat.

Der gibt sie ihm – zu einem Preis: Biden muss die Berufung einer schwarzen Frau an den Supreme Court versprechen. Biden schlägt ein – und gewinnt.

Wenn also demnächst eine schwarze Juristin berufen wird, hat das nicht zu tun mit Antirassismus, Wokeness oder Bidens liberaler Einstellung.

Es ist das Ergebnis eines politischen Hinterzimmer-Deals.

Deshalb müsste jede Kandidatin diese Ehre ausschlagen. Nicht ihre juristischen Qualifikationen haben den Ausschlag gegeben, sondern Geschlecht und Hautfarbe.

Selten wurden Quotenregelungen und positive Diskriminierung von Minderheiten so klar ad absurdum geführt.

Da passt es, dass der Supreme Court eine Klage gegen affirmative action, die Vorzugsbehandlung von Schwarzen, angenommen hat.

Die Entscheidung wird wohl mit der Stimme jener schwarzen Richterin fallen, die ihr Amt dieser Praxis verdankt.