Der 27. Juli 2021 hat auf ewig einen Platz in der Geschichte des Schweizer Sports auf sicher. Im olympischen Cross-Country-Rennen der Mountainbikerinnen räumten die Schweizerinnen in Tokio im grossen Stil ab: 1. Jolanda Neff. 2. Sina Frei. 3. Linda Indergand.

Grundsätzlich setzten die Schweizer Sportlerinnen in Japan den Massstab: Zehn von dreizehn Medaillen gingen auf das Konto der Athletinnen – davon alle goldenen.

Ein halbes Jahr später präsentiert sich das Bild an den Winterspielen in Peking ähnlich. Die Frauen in der Schweizer Delegation sind auf der Überholspur. Am Donnerstag erreicht ihre Dominanz einen neuen Höhepunkt. Michelle Gisin und Wendy Holdener fahren die Konkurrenz in der alpinen Kombination in Grund und Boden und sorgen für den ersten helvetischen Doppelsieg in China.

Nach Lara Gut-Behrami, Corinne Suter und Mathilde Gremaud ist es bereits die vierte Goldmedaille einer Schweizer Sportlerin an diesen Winterspielen. Missionschef Ralph Stöckli sagt nicht ohne Stolz: «Die Leistungen dieser Tage zeigen, dass wir in der Schweiz im Frauen-Sport sehr gut aufgestellt sind.»

Stöckli ist vor allem beeindruckt, wie es den Sportlerinnen (und Sportlern) gelingt, im entscheidenden Moment die Nerven zu behalten: «Es imponiert mir, wie unsere Athletinnen und Athleten mit der Drucksituation umgehen und am Tag X die bestmögliche Leistung bringen.» Stöcklis Bilanz ist absolut korrekt – aber nicht final.

Noch stehen uns in China drei weitere Wettkampftage bevor – mit der einen oder anderen goldenen Schweizer Aussicht.