Jetzt steht die Welt definitiv kopf: In den letzten Tagen setzte SP-Co-Präsident Cédric Wermuth folgenden Tweet ab: «Die rechte Schmierenpresse (und ja, leider auch SRF) arbeitet jetzt fleissig am Narrativ, dass die Schweizer Armee so schwach sei wegen den Linken.» Hoppla.

Wermuth beklagt sich darüber, dass seiner Partei jetzt vorgeworfen wird, sie habe die Armee demontiert.

Ausgerechnet Wermuth: Er hat als Jungsozialist beim Parteitag in Lausanne vor über zehn Jahren dafür gesorgt, dass die Abschaffung der Armee ins SP-Programm gehievt wird. Fakt ist, dass die Linken seit Ende der 1980er Jahre mit Initiativen und Referenden den Verteidigungswillen der Armee sturmreif geschossen haben. Was soll also dieses Gejammer?

Aber die Linken und Wermuth sind an der aktuellen Situation nicht alleine schuld. Eine Reihe missglückter Reformen ist mitverantwortlich, dass die Streitkräfte heute bloss noch ein Schatten ihrer selbst sind.